Schlafstörung

Barbara Rheinbay in den Bergen

Markus arbeitet als Rechtsanwalt für Wirtschaftssachen in München. Ich möchte ihn als rationalen, ehr dem Verstand zugeordneten Mann bezeichnen. Als er zu mir kam, litt er sehr unter Schlafstörungen und wusste nicht mehr weiter.

Ich seiner schamanischen Reise sah ich ganz deutlich einen skelettierten Mann mit einem smaragdgrünen Ring an seinem Finger. Er sagte mir, dass er gefangen sei. Ich fragte ihn weshalb er gefangen ist und wo, worauf er mir sagte, dass er nicht ins Reich der Toten wechseln kann, weil er festgehalten wird. Nach der Reise berichtete ich Markus von dieser Begegnung, woraufhin er so berührt war, dass ihm die Tränen kamen. Zunächst verstand ich nicht was die Begegnung in ihm ausgelöst hatte. Nachdem er sich beruhigt hatte, begann er zu erzählen. Das Skelett was ich gesehen habe war sein Freund gewesen, den er bis zu seinem Tod an Aids begleitet hat. Er war in den letzten Monaten seines Lebens bis auf die Knochen abgemagert. Markus hatte ihm den smaragdgrünen Ring geschenkt. Dieser Mann war Markus große Liebe. Seit über 20 Jahren konnte er ihn nicht loslassen. Seit seinem Tod sei er nicht mehr in der Lage gewesen nachts ohne Medikamente ruhig einzuschlafen. Markus bat mich inständig seinen Freund zu erlösen. Daher begab ich mich auf eine zweite Reise und habe dieser Seele helfen dürfen, Markus Körper zu verlassen. Bevor sie von einem Engel abgeholt wurde, teilte mir die Seele mit, dass Markus außerdem mit unguten Kräften verbunden ist, um die ich mich bitte kümmern soll. Auch das habe ich gemacht. Hier ging es um das Thema Voodoo in Afrika und negativen energetischen Verbindungen die mit meinem Klienten Markus verknüpft sind. Als ich Markus von meiner Reise berichtete, dass ich zum einen die Seele seines Freundes begleiten durfte und zum zweiten, dass sein Freund mir von negativen energetischen Verbindungen berichtete, sah er mich wie versteinert an und sagte: „Das sind die Bilder, die mein Freund gemalt hat. Sie stehen alle bei mir im Keller. Mein Freund war Südafrikaner und wir waren sehr häufig gemeinsam in Südafrika und er beschäftigte sich damals mit dem Voodookult. Ich war seit seinem Tod nie wieder in Südafrika, obwohl ich das Land liebe, noch war ich seither in meinem Keller und habe mir seine Malereien angeschaut.“ Er bat mich, die negativen energetischen Verbindungen aufzulösen und ihn zu befreien. Auf dieser Reise begegnete ich schwarzen Menschen, die Voodoo Rituale praktizierten, als sein Freund sie dabei zeichnete und in seinen Bildern verewigte. Ich muss zugeben, dass die negativen Verbindungen dieser Bilder lebendig waren. Aber auch dieses aufzulösen gehört in den Alltag einer modernen Schamanin.

Ein halbes Jahr nach unserer Arbeit berichtete mir ein ganz neuer Markus, dass er die Bilder an eine Galerie für afrikanische Kunst gegebenen hat, seine Schlafstörungen sich aufgelöst haben und er eine Reise nach Südafrika plant. Welch eine Entwicklung!

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