Berufung und Beziehung

Barbara Rheinbay in den Bergen

Auf einer Businessveranstaltung im Norden Deutschlands begegnen wir uns zum ersten Mal. Sie kam einfach auf mich zu und stellte sich vor: „Mein Name ist Marianne Vogelberger. Ich bin Rechtsanwältin in der Fachrichtung Strafrecht. Bei mir geht es um das Thema Berufung und daran möchte ich gerne mit Ihnen arbeiten. In meiner jetzigen Tätigkeit bin ich nicht glücklich. Meine Begeisterung liegt in der Schauspielerei. Ich spiele seit einigen Jahren unterschiedliche Rollen in Fernsehserien, aber momentan sind die Formate abgedreht  und ich erhalte keine neuen Angebote über meine Agentur. Und es gibt noch ein Thema, in dem ich nicht  wirklich glücklich bin, meine Beziehung zu Männern oder besser gesagt zu einem Mann. Ich bin nun Mitte vierzig, nicht verheiratet und habe auch keine Kinder, wobei ich die auch nicht vermisse. Derzeit bin ich in einer lockeren Beziehung mit einem Mann, aber mit meinem Herzen bin ich nicht dabei.“

Wir vereinbaren einen Termin und sie kommt zu einer Sitzung nach Rosenheim. Erst trinken wir einen Kaffee in meinem Wohnzimmer. Dabei erzählt sie mir, dass sie keine Ahnung von schamanischer Arbeit habe, sie sich aber von mir so angezogen fühlt, dass sie sich sicher sei, dass ich ihr helfen kann. Ich erzähle ihr ein wenig von meinem Werdegang und meinen Talenten, die ich gerne als göttliche Gaben bezeichne und für die ich überaus dankbar bin. Marianne fragt nach dem rituellen Ablauf einer schamanischen Sitzung, den erkläre ich ihr gerne. Was sich in der Sitzung zeigen werde,  kann ich ihr aus dem Alltagsbewusstsein heraus nicht sagen. Sie versichert mir, dass sie sich im vollen Vertrauen zu mir und meinen Fähigkeiten befindet und sich auf unsere erste gemeinsame Sitzung freue.

Wir legen einen Arbeitszeitraum von einem Jahr fest und arbeiten einmal im Monat drei Stunden an ihren Themen Berufung und Beziehung.

Der Kontakt zwischen Marianne und mir brach auch nach diesem Jahr nicht ab. Als wir uns erneut bei einer Veranstaltung treffen und erzählt sie mir, dass sich ihr Leben in den beiden Bereichen Berufung und Beziehung zum Positiven verändert habe. Die damals eher lockere Beziehung habe sich zu einer harmonischen und festen Lebenspartnerschaft entwickelt. Als Rechtsanwältin vertrete sie ausschließlich Mandanten die Opfer von Verkehrsunfällen sind sowie Missbrauchsopfer. Bei letzteren engagiert sie sich auch ehrenamtlich in einem Verein. Sie beteuert mir mehrmals wie dankbar sie mir sei, dass sie nun endlich in ihrer Berufung angekommen ist. Statt der Auftritte in Fernsehserien, gilt ihre Begeisterung nun dem Schauspiel in einem Laientheater in dem sie regelmäßig spielt. Alleine ihr Strahlen spricht Bände und versichert mir, dass sie glücklich ist.

 „Weißt du Barbara, an zwei Sitzungen kann ich mich besonders gut erinnern und die werde ich auch nie vergessen, solange ich lebe. Vor allem die erste und die letzte Sitzung haben mich nachhaltig und besonders beschäftigt. Ich wusste ja nicht so genau was mich erwartete als wir in deinem Heilraum waren und du begannst zu trommeln. Ich habe erlebt, wie du die Spirits der verschiedenen Himmelsrichtungen gerufen hast und immer stärker in diese Anderswelt eintauchtest und anfingst zu schwitzen. Ich dachte so für mich, mein Gott Marianne, was machst du denn wieder? Bist du verrückt oder ist sie es? Dann bist du auf die schamanische Reise gegangen und als du zurück kamst berichtest du mir, dass ich im Alter von circa fünf Jahren ein traumatisches Erlebnis hatte. Du hast mich weinend am Grab meines Großvaters stehen sehen, damals sei ein Teil meiner Seele mit in dieses Grab gestiegen, begleitet von meinem Krafttier, dem Schwein, dass das Glück mitgenommen habe. Weiterhin hätte sich die Seele meines Großvaters mit mir verbunden, so dass ich ihn fortan mit im feinstofflichen Gepäck trug. Ich war sprachlos und ja, die Fakten stimmten! Im Alter von fünf Jahren verlor ich meinen über alles geliebten Großvater. Dieser Verlust war so schmerzhaft für mich, dass ich mich damals sogar auf den aufgebahrten Sarg geworfen habe und ihn nicht freigegeben wollte. Er war eine wichtige Bezugsperson für mich, dass es nicht sein durfte, dass er mich verließ. Ich konnte ihn nicht frei geben und deshalb kann ich mir sehr gut vorstellen, dass seine Seele bei mir blieb. Ich stand weinend vor dem geöffneten Grab und wollte einfach nur zu ihm herabsteigen.“ Ich sehe Marianne an. Sie ist wirklich eine sehr schöne und starke Frau, wie sie mir gegenüber sitzt und ihr die Tränen über die Wangen laufen. „Weißt du Marianne, da wo er jetzt ist, geht es ihm gut. Und er ist dankbar und glücklich, dass du bereit warst ihn jetzt gehen zu lassen. Jetzt gibt es auch Platz und Raum für einen Mann in deinem Leben. Diesen Platz hielt dein Großvater besetzt.“ Sie schaute mich unvermittelt an und sagte: „Weißt du, das kann ich nachempfinden, sogar auf der bewussten Ebene, denn niemand tat mir so gut, wie mein Großvater in der frühen Kindheit.“

Sie berichtet mir, dass sich im Laufe des Jahres bei ihr auf tiefster innerer Ebene eine Herzöffnung vollzogen habe, so dass sie ihrem Bedürfnis, Liebe und konkrete Hilfe anderen zu schenken, ganz bewusst nachging. Durch diese Herzöffnung sei sie zu ihrem Potential vorgedrungen. Es macht sie glücklich, den Menschen als Rechtsanwältin und Strafverteidigerin zur Seite zu stehen und sich mutig auf die Seite der Opfer zu stellen und auch nur diese zu vertreten.

Eine weitere Sitzung die sie ebenso sehr beeindruckte, beinhaltete gleichfalls einen Kontakt mit einem Verstorbenen. „Du fragtest mich, ob ich einen Tobias T. kenne, er sei hier und würde gerne mit mir Kontakt aufnehmen. Ich erwiderte, dass ich einen Tierarzt mit diesem Namen kennen würde, mit dessen jüngstem Bruder ich zur Schule gegangen sei. Tobias war Anfang der neunziger Jahre überraschend gestorben und hatte zwei Söhne hinterlassen. Du sagtest mir damals, dass Tobias mich bitten würde zu seinem jüngsten Bruder zu gehen, um ihm mitzuteilen, dass es ihm gut ginge. Er wisse, dass seine Familie nicht spirituell offen sei, doch es sei ihm ein wichtiges Anliegen dass seine Söhne erfahren, dass es ihm gut geht und das er sie sehr liebt. Ich bin damals tatsächlich Hunderte Kilometer zu seinem jüngsten Bruder gefahren, der sich sehr freute mich zu sehen. Ich sagte ihm, dass ich ihm nun etwas erzählen würde, was für ihn möglicherweise schwierig anzunehmen sei und erzähle ihm von meiner spirituellen Entwicklung und das ich mit der Schamanin Barbara Rheinbay arbeite. Und zu ihr hatte Tobias  Kontakt aufgenommen, von dem ich nun eine Nachricht bringen soll.“ „Ja“, sagte er erwartungsvoll. Ich erzählte wahrheitsgetreu was ich übermitteln sollte. Er schaute mich an und hatte Tränen in den Augen, die sich immer mehr mit Wasser füllten und schließlich an seinen Wangen herunterrollten. Seine Seele war berührt und Trost und auch Heilung durften an diesem Ort geschehen, genauso wie bei den beiden Söhnen und der gesamten Familie die gleichfalls diese Nachricht von Tobias erhielten, in diesem Fall nicht von Marianne, sondern von dem jüngsten Bruder.

Marianne sagte mir, dass sich ihr gesamtes „Dasein“ durch unsere Arbeit verändert hat. Heute kann und möchte sie ihre spirituelle Seite überhaupt nicht mehr verleugnen, sowohl in ihrer Berufung als auch auf Beziehungsebene. Gerade durch die letzte Sitzung sei ihr bewusst geworden wie unendlich die Liebe ist und wie bedeutend es ist, sowohl in ihrer Berufung als auch in ihren Beziehungen mit einem offenen Herzen zu leben.

Welch eine schöne Öffnung! Danke Marianne.

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