Panik verbunden mit Erschöpfungszustand

Barbara Rheinbay in den Bergen

„Barbara, grüße dich, hier spricht Marie-Sophie.“ Ohne meine Grußerwiderung wahr zu nehmen spricht sie weiter: „Barbara, so schlimm war es noch nie. Ich kann nicht mehr meiner Arbeit im Operationssaal nachkommen. Es ist unmöglich.“ Ich höre mich sagen: „Meine Liebe, versuche jetzt tief und ruhig zu atmen. Wo bist du im Moment?“ „Zuhause“, so die knappe Antwort. „Hast du einen Not-Termin für mich?“ „Kannst du morgen um 10.00 Uhr da sein?“ „Ja, ich lasse mich zu dir fahren.“
Marie-Sophie leidet unter Panikattacken. Sie treten völlig unvermittelt ein. Manches Mal während sie mit dem Auto über eine Brücke fährt oder auch wenn sie längere Zeit hochkonzentriert im OP steht. Als Marie-Sophie am nächsten Morgen eintrifft, begeben wir uns gleich in meinen Heilraum. Während des Räucherrituals sehe ich, dass sich nicht nur ihr Körper aufgelöst hat, sondern auch dass ihre Beine und Füße nicht vorhanden sind. Sie berichtet mir von der unfassbaren Intensität des Gefühls wie sich ihr Körper aufgelöst hat und betont mehrfach, dass es unbeschreiblich gewesen wäre und sich sehr stark und mächtig angefühlt habe. Ein Auseinanderfließen, sich komplett Auflösen, wie in Watte versunken, Begrenzungen lösen sich auf.
Wobei mir die Füße den Eindruck vermitteln als würden sie brennen. Ich erzähle ihr was ich sehe und frage, ob sie das Gefühl hat, ihr Körper würde sich auflösen. „Ja, so nehme ich mich wahr.“ Auf die Frage, ob ihre Füße brennen, antwortet sie mit Nein.
Ich bitte Marie-Sophie sich hinzulegen und gebe dem Impuls nach mich vor sie zu setzen und ihre Füße mit meinen Händen zu berühren. Eine Reise der besonderen Art beginnt. Der Kopf eines Hirschs zeigt sich und ich folge ihm auf eine Waldlichtung. Dort befinden sich viele weiße Rehe und sogar ein Wildschwein. Ich erzähle Marie-Sophie was ich sehe und sie sagt, ja, das kann ich auch sehen. Sie beschreibt wie sie mit dem Wildschwein zu einem Erdloch geht, um dort ein gemeinsames Schlammbad zu nehmen. Danach kommen die Rehe und schlecken Marie-Sophies Körper ab  und sie beschreibt mir, dass eine nicht sichtbare Öffnung in ihrem Bauchraum entsteht und eine nicht definierbare Energie entweicht. Meine Hände berühren weiterhin ihre Fußsohlen. Marie-Sophie berichtet mir von einem angenehmen Körpergefühl. Plötzlich kann sie ihren Körper wieder wahrnehmen. Auch ihre Beine und Füße. Ich empfehle ihr zu Hause Schlamm-, bzw. Moorbäder zu nehmen.
Eine Woche später kommt Marie-Sophie zum zweiten Termin und berichtet mir, dass sich das Gefühl den Boden unter den Füßen zu verlieren aufgelöst hat und sie ihren Körper wieder spüre. Bevor wir in meinen Heilraum gehen zeigt sie mir ihre Füße und sagt: „Erinnerst du dich, du hast mich nach einem Brennen an meinen  Füßen gefragt und ich sagte nein, ich spüre kein Brennen. Aber nun habe ich seit ein paar Tagen Ausschlag an den Füssen und der brennt auch leicht. Ich habe das Gefühl, dass aus meinem Körper Gifte abtransportiert werden.“

In meinem Heilraum beginne ich mit dem Räucherritual und sehe zu meiner großen Freude, dass sich ihr Körper wieder hergestellt hat. Marie-Sophie gönnt sich seit Jahren wenig Urlaub und Freizeit und ist geistig, emotional und körperlich erschöpft. Sie leidet unter immerwährenden Herzrhythmusstörungen, die sie nur noch aufschrecken lassen, wenn es ganz schlimm wird und sie sich mit Panikattacken vermischen. Körperlich ist sie gesund. Schulmedizinische Untersuchungen haben keine besorgniserregenden Ergebnisse bestätigt. Dennoch fühlt sie sich völlig fertig und vertraut mir an, dass sie sich vorstellen kann, dass der Tod sie einfach mitreißen könnte. Diese Aussage passte nicht zu der Marie-Sophie, die ich kannte! Aufgrund ihres starken und kraftvollen Charakters lag diese Äußerung sogar außerhalb ihres eigenen Vorstellungsvermögens.
Wie in den meisten Heilsitzungen beginne ich mit der Anrufung der Geistigen Welt und räuchere ihre Aura. Ich sehe, dass ihr Herzchakra verschlossen ist und sich an der Magenspitze ein dunkler Fleck befindet, über den sie sich auch bereits beklagte. Des Weiteren sehe ich, dass ihr feinstofflicher Körper zweigeteilt ist. Ab dem Nabelchakra ist er vom Unterkörper abgetrennt. Wie bereits in der ersten Sitzung erhalte ich von meiner Geistigen Führung die Information, Marie-Sophie direkt in meine Arbeit mit einzubeziehen. So bitte ich sie sich auf die Liege zu legen und setze mich zu ihr. Ich begebe mich mit ihr auf die schamanische Reise in ihren Herzraum und lasse sie spüren, wie er sich anfühlt und frage sie, ob sie etwas wahrnimmt. Nachdem auch sie energetisch in ihren Herzraum eingestiegen ist, erzählt sie mir, dass dort ein verunsichertes und einsames junges Reh wohnt, das ängstlich umherläuft. Ich frage sie, ob sie noch mehr sehen kann und ob sonst noch jemand dort wohnt. Sie sagt, dass da auch ein Panther namens Dynamit wohnt. Dynamit sei anders als sein Name vermuten ließ, ein angenehmer Zeitgenosse.
Auf meine Frage, wie sich ihr Herzraum anfühlt berichtet sie, dass er sehr eng sei. So bitte ich Marie-Sophie sich vorzustellen, wie er sich weitet und helfe ihr energetisch bei der Weitung. Jetzt fühlt er sich gut für sie an. Nun bitte ich sie das Reh nach seinem Namen zu fragen und sie antwortet sein Name sei Burzel. Ich fordere sie auf, sich mit Burzel und Dynamit auf einen kleinen Spaziergang zu dem dunklen Fleck an der Magenspitze zu begeben. Dort angekommen berichtet sie mir von einer steinigen Landschaft und übelriechendem Müll genau an diesem Punkt. Sie sagt, dass Dynamit den Müll auffrisst und es sich schon besser anfühlt. Ich sage ihr, dass sie die Landschaft verändern könne, wenn sie das wolle. Und so tut sie genau das, bis sich dort grüne Wiesen erstrecken soweit das Auge reicht. Blumen sind nun überall zu sehen, Vögel zwitschern, Wasser plätschert, Hummeln, Bienen und Schmetterlinge fliegen umher und sogar weitere Rehe zeigen sich. Dynamit und Butzi fühlen sich dort sehr wohl.

Ich bitte sie von dem Punkt am unteren Magen weiter in ihren Körper nach unten zu gehen, um die Landschaften miteinander zu verbinden. Sie berichtet von sattgelbem Löwenzahn der sich überall ausbreitet, seine Blütenpollen verteilen sich in ihrem gesamten Körper und schenken ihr ein willkommenes Wohlgefühl. Außerdem hat sie das Gefühl, dass ihre körperliche Einheit wiederhergestellt sei. Ich bitte Marie-Sophie mit ihrer kleinen Tierfamilie in ihren Herzraum zurückzukehren und nochmals zu spüren, wie es sich jetzt dort anfühlt.
Sie berichtet mir, dass ganz tief noch ein ängstliches Gefühl darin sitzt. Ich frage sie, ob sie in der Lage sei, genau dort hinzugehen. Sie begibt sich dorthin und ich begleite sie. Dort sehe ich sie als kleines Mädchen mit Zöpfen zusammengekauert in einer Ecke sitzen, den Kopf zwischen den Knien versteckt. Sie ist in totaler Panik etwas falsch gemacht zu haben, obwohl es dafür keinen offensichtlichen Anlass gibt. Sie sieht sich gleichfalls in dieser Ecke sitzen und sagt, dass sie fürchterliche Angst habe und wieder diese Panik in ihr hochkommt. Weiterhin ist sie sich sicher, dass die Situation nichts mit ihrer Herkunftsfamilie zu tun habe, sondern ausschließlich an ihr selbst liegt. Ich frage sie, ob es für sie möglich sei, dorthin zu gehen wo sie dieses Gefühl zum ersten Mal gespürt hat. Es dauert eine Weile bis sie sich wieder zu Wort meldet. Sie sieht sich als uneheliches Kind einer Magd, dass geschlagen wird, obwohl es nichts Falsches getan hat. Ich bin in diesem Geschehen dabei und kann das kleine Mädchen sehen, dass versucht alles richtig und perfekt zu machen, doch ist es nie gut genug und hat immer Prügel zur Folge. Dabei hat dieses Kind einen Seelenanteil verloren, den ich auf dieser Reise fand und Marie-Sophie jetzt in ihr Herz zurückbringe.  
Als wir beide von der schamanischen Reise zurückkehren, fühlt sich Marie-Sophie gut und gestärkt. Am nächsten Tag telefonieren wir und sie erzählt mir, dass sie sich sogar stark genug fühlt, um endlich wieder zum Sport zu gehen und generell ein gutes Gefühl der Ganzheit hat. Marie-Sophie entscheidet sich dafür, in den nächsten Wochen eine große Lebensveränderung vornehmen, bei der ich sie begleiten darf und so Schritt für Schritt mit einer neuen Stärke und einem überwundenen Burn-Out ins Arbeitsleben zurückzukehren. Was für ein Geschenk! Ich bin voller Dankbarkeit.

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